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Johann Jakob Astor (1763 Walldorf – 1848 New York)
16-jährig verließ der Nachfahre italienischer Einwanderer sein Geburtsort um über England ins „Neue Land“ auszuwandern. Er arbeitete zunächst bei seinem Bruder Georg Peter in London, der Holzblasinstrumente und Klaviere herstellte, auch einen Musikalienverlag betrieb. Zu Ende des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges zog es ihn (1783/1784) über Baltimore weiter nach New York. Bruder Heinrich hatte es dort als Metzger bereits zu geringem Wohlstand gebracht. Johann Jakob versuchte sein Glück als Musikalienhändler; doch verlegte er sich bald auf den Pelzhandel. Mit all seinen Anstrengungen und wagemutigen Plänen, auch mit einer Menge Fortune gelang es ihm innerhalb weniger Jahre zu einem immensem Vermögen zu gelangen. Um 1800 war er der reichs
te Mann New Yorks, 1811 gründete er im Westen die Handels-niederlassung Astoria, heute Partnerstadt von Walldorf. Der florierende Welthandel mit seiner eigenen Handelsflotte und Immobiliengeschäfte vermehrten seine Erträge und sein Vermögen. Man sprach auf der Welt von John Jacob Astor als dem reichsten Mann Amerikas, von „Mr. Manhattan“.
Doch das Leben dieses Mannes bestand nicht nur aus Spekulationen. Er stiftete 400.000 Dollar und das entsprechende Grundstück für eine öffentliche Bibliothek, der späteren Astor-Bibliothek, die 1854, im selben Jahr wie das Astorhaus in Walldorf eingeweiht wurde.
